28. Juli 2010

Erhebliche Verbilligung der Generika und Entlastung des Gesundheitswesens

Die vom BAG für das Jahr 2010 verfügten Sparmassnahmen im Medikamentenbereich haben zu einer erheblichen Verbilligung der Generika und zu einer entsprechenden Entlastung der Versicherten und des Gesundheitswesens geführt.

Aufgrund der ausserordentlichen Massnahmen des Bundes sanken die Preise der Generika im ersten Halbjahr 2010 signifikant. Weitere Verbilligungen erfolgten aufgrund der neuen Generika-Verordnung, welche für umsatzstarke Medikamente den Preisabstand gegenüber Originalpräparaten um 10% auf 50% erhöht. Das schlägt insbesondere bei grossvolumigen Medikamenten wie Clopidogrel und Pantoprazol zu Buche. Per 1. August 2010 wird der minimale Preisabstand der Generika zu den Originalpräparaten im Ausland vom BAG gesetzlich von 10% auf 20% erhöht. Laut BAG gelten Generika als wirtschaftlich, falls ihre Fabrikabgabepreise 20-50 Prozent tiefer sind als das ausländische Durchschnittspreisniveau der dazugehörenden Originalpräparate in den sechs Referenzländern (D, DK, NL, GB, F, A). Aufgrund dieses Auslandpreisvergleiches weisen alle Arzneimittel der Spezialitätenliste gegenüber dem Ausland vergleichbare Preise auf.

Unabhängig von den Massnahmen des Bundes besteht im Generikabereich seit jeher ein intensiver Wettbewerb. Das führt zu einem permanenten Preisdruck, der die Generikaindustrie stark trifft und zu Rationalisierungen und Kostensenkungen zwingt. Dennoch halten die im Branchenverband Intergenerika zusammen-geschlossenen Unternehmen an ihrem Ziel fest, dass Generika durchschnittlich rund 25% günstiger sind als die Originalpräparate. Die Generikaindustrie wird somit auch künftig einen nachhaltigen Beitrag zur Senkung der Gesundheitskosten leisten. Mit einer Ausweitung des Generikaanteils am Gesamtmedikamentenmarkt könnte der heutige Sparbeitrag von rund einer Milliarde Franken jährlich massiv erhöht werden.