Markt

Generika im Schweizer Gesundheitssystem

Marktentwicklung

Der Wettbewerb unter den Generikafirmen in der Schweiz ist ausgeprägt und führt zu einem auszeichneten Preis-Leistungsverhältnis. Der Marktanteil der Generika am gesamten Pharmamarkt konnte in den letzten 10 Jahren vom 3.9% im Jahr 2002 auf gut 14% Ende 2013 gesteigert werden. In 2013 war der Marktanteil der Generika wertmässig erstmals grösser als derjenige der Originalpräparate ohne Patent.

 

 

«Grosse Gewinner sind hingegen die Generika.
Der Generika-Verkauf stieg um 11,7 Prozent und erzielt einen Umsatz
von 548 Millionen Franken.»

Blick 24.1. 2013

 

Markt-Zulassung

Ein Generikum muss zuerst bei der Schweizer Arzneimittelbehörde Swissmedic geprüft werden. Swissmedic erteilt die Registrierung (Marktzulassung), wenn die wissenschaftlichen und medizinischen Anforderungen erfüllt sind.

In einem zweiten Schritt wird ein Antrag um Kassenerstattung gestellt. Die Kassenzulässigkeit wird vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) erteilt, wenn das Generikum je nach Marktgrösse bis zu 60% günstiger ist als das Originalpräparat. Bei Nischenpräparaten, das heisst bei Originalen mit einem Jahresumsatz von 4 Mio. CHF oder weniger, beträgt der verlangte Abstand 10%.

Substitution

Gemäss der gesetzlichen Grundlage im Eidgenössischen Krankenversicherungsgesetz (KVG) Art. 52a Substitutionsrecht können Apotheker oder Apothekerinnen Originalpräparate der Spezialitätenliste durch die billigeren Generika dieser Liste ersetzen, wenn nicht der Arzt oder die Ärztin beziehungsweise der Chiropraktor oder die Chiropraktorin ausdrücklich die Abgabe des Originalpräparates verlangen. Voraussetzung sind das Einverständnis der Patientin oder des Patienten und die Information der verschreibenden Fachperson.

«Nicht nur Ärzte und Apotheker stehen in der Pflicht,
in der Therapie wenn immer möglich Generika einzusetzen –
auch die Patientinnen und Patienten
sollen ihren Beitrag leisten und mitreden.»

Beobachter