6. Dezember 2009

Nein zur Einführung des «Billigstprinzips»

  • Durch den vom Nationalrat massiv abgelehnten, und vom Ständerat knapp angenommenen beantragten Systemwechsel (SGK-Ständerat) steigen die Risiken für Sicherheit und Gesundheit der Patientinnen und Patienten: Häufige Medikamentenwechsel, hohe Verwechslungsgefahr, Umstellungsprobleme.
  • Einführung des „Billigstprinzips“ für Medikamente im KVG trifft vor allem die Generika, d.h. die preisgünstigen Medikamente, bei denen bereits heute Wettbewerb herrscht. Marktmanipulationen werden Tür und Tor geöffnet.
  • Zwar sinken die Medikamentenpreise kurzfristig, doch werden die Kosten aufgrund der zusätzlichen Risiken und der Verdrängung der Generika mittel- bis langfristig wieder steigen. Dadurch wird der Sparbeitrag dank Generika (2008 knapp eine Milliarde Franken) reduziert anstatt ausgebaut.
  • Das von Intergenerika, Santésuisse und den Verbänden der forschenden Industrie erarbeitete und vom Bundesrat inzwischen grösstenteils übernommene Preissenkungsmodell wirkt schneller und nachhaltiger. Bereits ab 2010 werden die Generikapreise um rund 100 Millionen Franken gesenkt.

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